Hintergrund zum Projekt

Was ist eigentlich los in Vrancea?

Vielleicht hast du dich schon gefragt, warum wir genau in Vrancea helfen und wie es zu diesem gewaltigen Projekt „Recht auf Leben" kam. Die Wahrheit ist: Die Geschichte von Vrancea und uns beginnt nicht erst heute. Es ist ein langer, tränenreicher Weg, der uns schliesslich zu einem unumstösslichen Entschluss geführt hat.

Ein erschöpfter Hund in Vrancea
Sinnbildlich für das stille Leid vor Ort: Einer der Hunde, der völlig erschöpft in der Asche ausharren musste.

Ein Kampf, der schon Jahre dauert

Wir beobachten die Zustände in diesem Tierheim in Vrancea schon ziemlich lange. Bereits im Jahr 2021 haben wir von dort Flaschenbabys übernommen, um ihnen das Leben zu retten. Was uns niemand für nötig hielt zu sagen: Die Welpen waren an Staupe erkrankt. So holten wir uns diese schreckliche Krankheit in unsere eigene Station. Es war eine unfassbar schwere Zeit, doch wir haben die Augen vor Vrancea trotzdem nie verschlossen.

Der Durchbruch 2024: Das Ende des Wegschauens

Die Bedingungen vor Ort wurden immer katastrophaler. Fast alle ehemaligen Betreiber haben die Station verlassen und die Tiere einfach sich selbst überlassen – eine einzige Frau blieb für ursprünglich über 200 Hunde zurück. Da auch lokale Vereine vor Ort keine Hilfe leisten, sind wir 2024 aktiv geworden. Wir waren regelmässig mit der Tierschutzpolizei im Austausch wegen der massiven Missstände. Es brauchte enorm viele Nerven, unzählige Gespräche und unendlich viel Zeit, um endlich an den Punkt zu kommen, an dem wir dieses Elend nun offiziell beenden dürfen.

Die traurige Bilanz: Jeder Tag in Vrancea ist ein Tag zu viel

Endlich konnten wir die ersten Hunde aus Vrancea holen. Doch ihr Zustand hat uns das Herz gebrochen. Die medizinische Bilanz von 21 dieser geretteten Hunde zeigt das ganze Ausmass der Vernachlässigung:

  • Hunde mit Sticker-Tumoren
  • Hunde mit Mammatumoren
  • Hunde mit fortgeschrittenen Herzwürmern
  • Hunde mit chronischem Nierenversagen
  • Hunde mit schwerer Magenwandentzündung
  • Hunde mit einer schweren Infektion der Ohren

Diese Liste macht unmissverständlich klar: Wir haben keine Zeit zu verlieren. Die restlichen rund 70 Hunde, die noch in Vrancea festsitzen, müssen da dringend raus.

Was wir getan haben: Lebensraum statt Notlösung

Um auch die restlichen Hunde zu retten, mussten wir zuerst Platz schaffen. Unsere goldene Regel verbietet es uns jedoch, unsere über 150 bestehenden Schützlinge durch Platzmangel zu benachteiligen. Tiere aus grossen Gehegen in kleine Zwinger zu verlegen, ist für uns keine Rettung.

Deshalb haben wir unsere Auffangstation – rund drei Stunden von Vrancea entfernt – massiv vergrössert. Auf dem angrenzenden, 8'000 m² grossen Grundstück sind 13 grosse Zwinger entstanden, dazu ein eigener Brunnen und ein Futterhaus. Am 18. Juli 2026 haben wir den Ausbau abgeschlossen. Wir haben angebaut, anstatt zusammenzurücken – für echten Lebensraum.

Inzwischen sind 154 Hunde aus Vrancea in Sicherheit. Rund 70 warten noch dort auf ihre Rettung – für sie geht unser Einsatz weiter.

Ungeschönte Einblicke

Bilder sagen mehr als tausend Worte. So sieht die Realität der Tiere aus, bevor wir sie zu uns holen können.

Realität Bild 1
Realität Bild 2
Realität Bild 3
Realität Bild 4
Realität Bild 5
Realität Bild 6
Realität Bild 7

Wir haben den Kampf aufgenommen. Jetzt brauchen wir dich.

Hilf uns, das Projekt zu Ende zu bringen und auch den restlichen Hunden ihr Recht auf Leben zu schenken.

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